2006 meldete sich James Bond in «Casino Royale» mit einem Knall zurück. Nicht vollends überzeugend, aber ermutigend für weitere Episoden. «Casino Royale» zeigt James Bond (Daniel Craig, «The Golden Compass»), ehe er seine Lizenz zum Töten erhält. Doch das holt er in den ersten Minuten gleich nach. Bonds erste 007-Mission führt ihn nach Madagaskar, wo er nicht etwa auf ausgebrochene Zootiere stösst, sondern den Terroristen Mollaka (Sebastien Foucan) ausspionieren soll.
Doch nicht alles verläuft nach Plan und Bond beschliesst, auf eigene Faust zu ermitteln, um auch den Rest der Terrorzelle ausfindig zu machen. Bond folgt einer Spur, die ihn auf die Bahamas führt, wo er auf Dimitrios (Simon Abkarian) und dessen Freundin Solange (Caterina Murino) trifft. Bond findet heraus, dass Dimitrios mit Le Chiffre (Mads Mikkelsen), dem Bankier einer weltweit operierenden Terrororganisation, unter einer Decke steckt.
Der Geheimdienst findet heraus, dass Le Chiffre im Casino Royale von Montenegro beim Pokern einen hohen Geldbetrag für seine Organisation erspielen will. Doch um an das dringend benötigte Geld zu kommen, muss Le Chiffre einen hohen Einsatz riskieren. Der MI6 beauftragt 007, bei dem Pokerspiel gegen ihn anzutreten – denn wenn Le Chiffre verliert, würde das seine gesamte Organisation zerstören. Schauen Sie sich unbedingt Filme an und holen Sie sich Ihre Gutscheine für das Casino gratis spiele heute.
M (Judi Dench) weist Bond die verführerische Vesper Lynd (Eva Green, «The Golden Compass») als Partnerin zu, damit sie ein wachsames Auge auf ihn hat. Nachdem Bond zunächst mehr als skeptisch ist, ob Vesper ihm bei seinem Auftrag von Nutzen sein kann, vertieft sich seine Beziehung zu ihr. Besonders nachdem sie beide Le Chiffre in die Hände fallen und gemeinsam grosse Gefahr und am Ende sogar Folter überstehen müssen.
Nachdem die Kinoserie über den britischen Geheimagenten mit Pierce Brosnan in der Hauptrolle neue Erfolge feiern durfte, ersetzten die Produzenten den Schauspieler. Der neue Bond-Darsteller Daniel Craig ist bestimmt nicht so gutaussehend wie sein Vorgänger, dafür um einiges glaubwürdiger und – wenn er will – genauso charmant. «Casino Royale» soll eine Wiedergeburt des Agenten sein, und so wirkt der Film von Regisseur Martin Campbell dann auch: Bond muss sich erst einmal an seinen neuen Status gewöhnen.
Die Neueinführung von 007 ist bis kurz vor Schluss wie aus einem Guss, spannend und flüssig inszeniert und die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss. Nach zwei Stunden hat sich die Spannung dann aber erschöpft; die letzten 30 Minuten wirken aufgesetzt. Die Drehbuchautoren lassen Bond unvorstellbar naiv und dumm agieren, wodurch sie seine Abgeklärtheit in den weiteren Abenteuern erklären wollen. Schade, denn sonst wäre «Casino Royale» nicht nur eine klare Steigerung gegenüber «Die Another Day» und «The World Is Not Enough» gewesen, sondern der wohl beste Bond überhaupt. Aber auch so ist der Film empfehlenswert.
Gleich zu Beginn kommt es zu einer packenden Verfolgungsjagd, in der Bond in Jackie-Chan-Manier einen Gangster verfolgt, der wie ein Gummiball auf einer Baustelle umherspringt. Auch fast alle übrigen Bond-typischen Elemente fehlen nicht und die Dialoge – ich muss mich wiederholen – sind meist brillant. So fordert Lynd in einer Szene Bond auf, den nächsten Lift zu nehmen: «There isn’t enough room for me and your ego.»
An der Blu-ray-Disc von März 2007 gibt nichts zu meckern: die Bildqualität ist stark, und der Ton ist ebenfalls hervorragend. Auch das Bonusmaterial ist nicht zu verachten, insbesondere die 49-minütige Dokumentation «Bond Girls Are Forever», in der Maryam d’Abo («The Living Daylights») ihre Kolleginnen als Bond-Girls über die Rolle befragt. «Becoming Bond» und «James Bond: For Real» zeichnen die Entwicklung und Produktion von «Casino Royale» nach. Dazu gibt es auch noch HD-Trailer zu «The Pursuit of Happyness» und «Stranger Than Ficton».
Das gleiche Bonusmaterial wie auf der Blu-ray-Disc ist auch auf der «Collector’s Edition»-DVD enthalten. Im Oktober 2008 sind dann noch eine «Deluxe Edition»-Blu-ray-Disc und -DVD erschienen, auf denen zusätzliche Extras vorhanden sind.
Film:
Bild-/Tonqualität (Blu-ray 2007):
Bonusmaterial (Blu-ray 2007):
(Bilder: ©Sony)
«Casino Royale» ist echt ein guter Film.
Aber ein Quantum Trost geht garnicht.