Kurzfilmtage: Preise nach Irland und ins Wallis

«Ich bin's Helmut» von Nicolas Steiner

Der junge irische Filmemacher David OReilly gewinnt mit seinem Animationsfilm «Please Say Something» den grossen Preis der 13. Internationalen Kurzfilmtage Winterthur. Der Preis für den besten Schweizer Film geht an den jungen Walliser Filmemacher Nicolas Steiner mit seinem Film «Ich bin’s Helmut». Gemäss Pressemitteilung war die diesjährige Ausgabe des wichtigsten Schweizer Kurzfilmfestivals ein grosser Publikums- und Branchenerfolg. Über 14’000 Personen besuchten die Kurzfilmtage.

Die Wettbewerbsjury, bestehend aus Vanja Kaludjercic, Mário Micaelo, Patricia Mollet-Mercier, Oliver Rihs und Shane Smith, zeichnete insgesamt vier Filme aus. Mit seinem Animationsfilm «Please Say Something», der dieses Jahr am Fantoche schon den High Risk Award erhielt, gewinnt der irische Filmemacher David OReilly den diesjährigen Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs, dotiert mit 12’000 Franken. Die Jury: «Der Film zeichnet sich durch die innovative und humorvolle Kreation einer wahrlich einzigartigen virtuellen Welt und durch seine ganz eigene Bildsprache aus.»

Den Schweizer Preis im Wert von 8000 Franken erhält der Walliser Filmemacher Nicolas Steiner für «Ich bin’s Helmut». Das Werk zeichne sich durch eine erfinderische, überraschende und unterhaltsame Geschichte, gespickt mit absurdem Humor aus, so die Jury. Der Förderpreis für ein Regietalent, dotiert mit 10’000 Franken, geht an den schottischen Filmer Paul Wright für seinem Film «Believe». Das intime Porträt eines tragischen Lebensmoments überzeugte die Jury mit seiner beeindruckenden Kamera und dem herausragendem Schauspiel.

Die meisten Stimmen aus dem Publikum sammelte der Film «Wagah» von Supriyo Sen. Er erhält den Publikumspreis, der mit 8000 Franken dotiert ist. Den in diesem Jahr erstmals verliehenen Kamerapreis erhielt Lorenz Merz für seine Kameraarbeit im Film «Schonzeit» von Irene Ledermann. Er gewinnt Sachleistungen im Wert von 8000 Franken.

Der bereits am Donnerstag verliehene Preis für den besten Schweizer Schulfilm, dotiert mit 5000 Franken, ging an Anja Kofmel mit «Chrigi». Die ebenfalls neue Auszeichnung Shortrun-Preis, welche Postproduktions-Sachleistungen im Wert von 12’000 Franken für ein verheissungsvolles Drehbuchprojekt beinhaltet, geht an Sahar Suliman für ihr Projekt «Muselé».

14’000 Personen besuchten das Festival von Mittwoch bis Sonntag, mit diesen Zahlen konnten die Kurzfilmtage einen neuen Besucherrekord aufstellen. Wie bereits in den letzten Jahren waren die Abendvorstellungen sehr gut besucht. Grosse Publikumsmagnete seien der internationale Wettbewerb und der Schweizer Wettbewerb gewesen. Das Festivalteam blickt zufrieden auf eine sehr erfolgreiche Woche zurück. Die 14. Ausgabe der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur findet vom 10. bis 14. November 2010 statt.

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